Schönheitsreparatur am Cadillac

Schönheitsreparatur am Cadillac Series 62 Convertible

Wie das so ist fallen bei einem häufig genutzten Fahrzeug immer mal wieder kleine Schönheitsreparatur am Cadillac Series 62 Convertible an. So ist das auch bei unserem Cadillac Christine von 1959.

Aus kleiner Schönheitsreparatur am Cadillac wird groß

Geplant war die Reparatur von ein paar kleinen Stellen im Bereich der hinteren Fender (Radabdeckungen). An diesen Stellen hob sich der Lack und es war Rost darunter zu vermuten. Auf den folgenden Bildern ist zu sehen wie sich die Schäden darstellten.

Also ging es mit Christine ab zum Lackierer. Nach kurzer Zeit stand fest die “kleine Reparatur” wird nicht so klein wie gedacht. Hinter den 2 kleinen Stellen fanden sich leider größere Durchrostungen und das nicht nur am Blech direkt unter dem Lack. Es war auch das innere Blech betroffen.

Somit hieß es dann großflächig Lack entfernen und Geistig drauf einstellen, dass die Reparaturkosten doch um ein paar Größenordnungen steigen.
So sieht unser Cadillac Series 62 Convertible unter dem Lack und Spachtelkleid aus. Wie man sieht wurden hier schon mal Reparaturbleche eingesetzt. Die Qualität der Arbeit ist eher grenzwertig, das Blech um die Reparaturstellen ist verzogen. Dies lässt sich recht einfach auf einen zu hohen Wärmeeintrag während des Schweißens zurück führen. Die alten Reparaturbleche wurden damals sehr wahrscheinlich durchgängig verschweißt statt im Punktschweißverwahren bei welchem das Material Zeit hat auszukühlen.

Vermutlich wurde bei der damaligen Schönheitsreparatur am Cadillac auch ein bestehender Vorschaden übersehen oder ignoriert. Dadurch konnte sich der vorhandene Rost über die Jahre ausbreiten. Wie genau der Hergang war ist heute nicht mehr wirklich nachvollziehbar. Daher kann auch niemand sagen wo und wie der Schaden seinen Anfang genommen hat.

Das Blech muss raus

Wir wollen auch in Zukunft noch lange etwas von unserem Cadillac Series 62 Convertible haben. Aus diesem Grund muss das angegriffene Blech heraus getrennt und mittels Reparaturblechen neu modelliert werden.

Die Reparatur läuft

Aktuell sind wir knapp 3 Monate nach dem ursprünglich geplanten Termin für die “kleine” Reparatur. Dafür ist inzwischen auch der Fortschritt der Arbeiten zu erkennen. Im Vergleich zu den vorherigen Blecharbeiten sehen die neuen bereits jetzt deutlich besser aus. Auch die Gründliche Arbeit ist zu erkennen. Bisher sind wir mit der Wahl des Lackierbetriebs/Werkstatt zufrieden und bedanken uns hier schon einmal für die gute Zusammenarbeit.

Reinigung am Beispiel Christine

Reinigung

Wie sich sicher alle denken können müssen auch alte Fahrzeuge regelmäßig gereinigt werden. Die Besitzer und Fahrer von Fahrzeugen welche eher den heutigen Formen entsprechen haben es relativ damit um eine grundsätzliche Pflege zu gewährleisten. Sie brauchen nur regelmäßig mit Ihrem Fahrzeug durch die Waschanlage fahren und in vielen Fällen ist damit sämtlicher Dreck entfernt.
Was meine ich mit “heutigen Formen? Für mich sind das alle Fahrzeuge ohne große Überhänge, ohne filigrane Verzierungen, mit gutem und robusten Lack und schon garnicht mit hohen Tailfins (Flossen).

Im Umkehrschluss bedeutet dies natürlich, dass die Pflege eines Oldtimers in vielen Fällen deutlich aufwändiger ist.

Reinigung des Lacks

Alleine das entfernen des groben Drecks vom Lack nimmt bei Christine (Cadillac Series 62 Convertible) über 1,5-2 Stunden in der SB-Wäsche in Anspruch. Scheiben und Verdeck sind dabei noch vollständig außen vor, ebenso die Reifen.

Nach der Wäsche mit Schaum, Hochdruckreinigung, hin und wieder Heißwachs und anschließendem Klarspülen folgt das Trocknen.

Nach einem Waschanlagen Besuch fährt man ein modernes Auto meist einfach trocken – geht ja auch deutlich schneller und einfacher. Ich gebe zu ich mache es mit meinem modernen Fahrzeug auch nicht anders. Beim Oldtimer steht anschließend erstmal das Trocknen mittels Handtuch, Trockenleder oder ähnlichem an.

Nach einigen Versuchen mit verschiedenen Trockentüchern bin ich inzwischen bei Microfasertüchern gelandet. Diese nehem extrem viel Wasser auf und es geht tatsächlich relativ schnell mit diesen Christine zu trocknen. Der folgende Link leitet euch zu den von mir verwendeten Microfasertüchern auf Amazon weiter. (Microfasertücher ANZEIGE)

Reinigung der Reifen

Wie oben bereist angekündigt ist die Reinigung des Lacks nur ein kleiner Teil der gesamten Arbeit.
An vielen Oldtimern sind Weißwandreifen montiert und viele Leute kämpfen darum diese Reifen ordentlich sauber zu bekommen. Ich habe inzwischen so einige Dinge versucht, mit mehr oder weniger großem Erfolg. Die Reinigung mit viel Schaum und Wasser in der SB-Wäsche hat leider nur den Erfolg das der Betreiber sich wirklich freuen kann.
Besser ist da schon die Reinigung mit Scheuermilch, Topfschwamm und viel Wasser. Man bekommt die Reifen damit sauber, allerdings ist es sehr zeitaufwändig und anstrengend. Auch vom Ergebnis war ich immer nur begrenzt überzeugt.

Nach einer längeren Recherche bin ich auf das Produkt Pneu White von Swizöl gestoßen. Dieses sollte laut Foreneinträgen sehr gut sein, wenn auch leider nicht ganz preiswert. Aber wie das so ist, nur Versuch macht Klug. Daher wurde ein Flöschchen mit Sprühkopf und Applikatorpad geordert. Da das Produkt als ätzend auf der Haut angegeben ist erfolgt die Verwendung bei mir nur mit gelben Gummihandschuhen.

 

Ich bin laut Anweisung vorgegangen, habe etwas von dem Mittel auf das Applikatorpad gesprüht und begonnen die Weißwand des Reifens damit einzureiben. Der Effekt war Augenblicklich sichtbar, sobald der Reiniger mit dem Dreck in Berührung kam löste sich der Dreck vom Reifen. Also habe ich den Reifen – nur die Weißwand natürlich – vollständig damit eingerieben und anschließend nur noch mit ordentlich Wasser nachgespült. Alles in Allem dauerte der Vorgang der Reinigung keine 10min pro Rad und das vollständig ohne Kraftaufwand und Anstrengung. Das Ergebnis kann sich in jedem Fall sehen lassen und ich bin damit mehr als zufrieden. Solltet Ihr das Produkt ebenso ausprobieren wollen so leitet euch der folgende Link auf die Amazon Seite mit dem Produkt weiter. (Pneu WhiteANZEIGE)

Bilder Reihe 12 vom 23.06.2017

Kurzmitteilung

Bilder Reihe 12 vom 23.06.2017

Wie einige von euch wissen bin ich relativ regelmäßig Freitags beim inoffiziellen Tuning Treffen “Reihe 12” am Elbepark Dresden anzutreffen.
Christine ist zwar alles andere als ein Tuningfahrzeug aber sehen und gesehen werden ist immer gut, noch dazu kann man auch dort interessante Leute kennenlernen.

Heute möchte ich euch 2 sehr schöne Bilder Reihe 12 vom 23.06.2017 präsentieren. Diese wurden von Matthias Teichgräber geschossen und sehen in jedem Fall sehr eindrucksvoll aus.

by Matthias Teichgräber (www.MTeichgraeber.de)

by Matthias Teichgräber (www.MTeichgraeber.de)

Ich hoffe euch gefallen die Bilder genauso. Lasst doch einfach mal einen Kommentar hier.

Viele Grüße
Alex

Aufbereitung – Hübsch machen der Lady

Aufbereitung oder auch hübsch machen der Lady

Für jede Lady kommt die Zeit in der sie sich einmal richtig heraus putzen will, so war es auch am 13.12.2016 bei unserer Cabrio Lady Christine. Sie wollte mal wieder richtig heraus geputzt werden. Da sich noch dazu quasi jemand um diese Aufgabe beworben hat, gab es das Komplettpaket zu einem fairen Kurs.

Um den Vergleich zu ermöglichen gab es natürlich ein kleines Posing vorab.

Posing vor der Aufbereitung

Aufbereitung 1 - 1959 Cadillac Series 62 Convertible

 

Erst ein Bild von vorn mit Blick auf das V8 Herz.

 

Aufbereitung 2 - 1959 Cadillac Series 62 Convertible

 

Dann der Weißwand Reifen vorne links. Bei diesem wurde ein wenig geschummelt, das Bild ist schon nach einer ersten Grundreinigung, zu erkennen an dem dunklen Streifen unten 😉

Aufbereitung 3 - 1959 Cadillac Series 62 Convertible

Ein Blick auf den Hut (das Verdeck) ist natürlich auch dabei.

 

 

Aufbereitung 4 - 1959 Cadillac Series 62 Convertible

Und zum Schluss noch einmal von hinten rechts.

 

 

So weit zur Aufnahme des Zustands vor der Aufbereitung.

Posing nach der Aufbereitung

Es wurde dann mit viel Liebe zum Detail und vollständig ohne Maschinen das Lackkleid, das Verdeck sowie die Räder gereinigt und auf Hochglanz poliert.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen, hier kommt nun auch das entsprechende Posing nach der Aufbereitung.

Aufbereitung 5 - 1959 Cadillac Series 62 Convertible

 

Als Erstes gibt einen Blick auf das super glänzende Heck von Christine.

 

 

 

 

Aufbereitung 6 - 1959 Cadillac Series 62 Convertible

Dann wieder ein Blick von hinten rechts. Den Unterschied in der Kraft des Glanzes sieht man recht deutlich.

 

Aufbereitung 7 - 1959 Cadillac Series 62 Convertible

Dann ein Blick von vorne rechts, jetzt kommen die Kontraste von Schwarzem Lack, Chromteilen, rot-weißer Innenausstattung und Weißwandreifen wieder sehr gut zur Geltung.

 

Aufbereitung 8 - 1959 Cadillac Series 62 Convertible

Noch ein Blick auf die strahlende Chromfront, in welcher Frau genug sieht um den Lippenstift nach zu ziehen – der Test wurde nach meiner Info tatsächlich durchgeführt 😉

Aufbereitung 9

Ein Blick von vorne links und wie man sieht wurde auch am Weißwandreifen noch einmal nach gearbeitet um den dunklen Streifen zu entfernen.

 

Aufbereitung 10 - 1959 Cadillac Series 62 Convertible

Ein Blick von hinten links auf die Flossen und den glänzenden Chrom.

Aufbereitung 11 - 1959 Cadillac Series 62 Convertible

 

 

Und zu guter letzt noch ein kleiner Ausschnitt von Christines Namenstattoo.

 

 

Wir sind mit der Aufbereitung zufrieden und werden den Service sicher wieder mal in Anspruch nehmen. Herzlichen Dank an den Aufbereiter.

Falls jemand Interesse an den Kontaktdaten hat kann er sich gerne melden.

Getriebewechsel – Im Cadillac Museum

Getriebewechsel

Nach knapp 2 Jahren war es am 01.07.2016 soweit und die Lady bekam den nötigen Getriebewechsel im Cadillac Museum. Das Leihgetriebe hatte die unliebsame Angewohnheit Öl zu verlieren und den 3. Gang recht unsanft einzulegen.

Anreise

Am Abend des 30.06.2016 ging es los Richtung Hachenburg. Auf Grund einiger Widrigkeiten verzögerte sich der Start von 18 Uhr auf 21 Uhr und wir waren dementsprechend spät am Zwischenstop in Thüringen. Es war bereits gegen 2 Uhr, als wir dort eintrafen und uns der wohl verdienten Nachtruhe hingaben.
Am 01.07. ging es gegen 10 Uhr über Eschwege und Bad Hersfeld weiter nach Hachenburg, wo wir gegen 14:30 Uhr eintrafen.

Getriebewechsel

BGetriebewechsel - Auf der Bühne 1is gegen 15 Uhr war ausruhen angesagt, danach kam die schwere Operation für die Lady.

Der Wechsel wurde mit einer mobilen Bühne durchgeführt welche direkt unter den Rädern ansetzt – sowas hatte ich bis dahin auch noch nicht gesehen.

Getriebewechsel - Auf der BühneAber es hat den Vorteil, dass man bei geschickter Aufnahme auch sagen kann, ein 59er Cadillac kann fliegen 😉 Wer selbst einmal einen Getriebewechsel durchführen will lasse sich eins gesagt sein, lasst das Fahrzeug vorher über Nacht stehen, damit es abkühlen kann. Oder wenn es nicht anders geht, lasst als allererstes das Getriebeöl ab. Wir haben uns die Finger ordentlich verbrannt weil wir auch an letzteres erst relativ spät gedacht haben.
Bis etwa 21:30 waren wir mit der Operation beschäftigt, dann konnten wir Öl auffüllen und bangen ob das frisch überholte Getriebe läuft. Wir hatten in jedem Fall Glück, mit genügend Öl erklärte sich das Getriebe bereit die Arbeit aufzunehmen. Ich kann euch sagen es schaltet Butter weich und man muss jetzt wirklich sehr genau aufpassen um alle Gangwechsel mit zu bekommen.

Die Stellen an denen das alte Getriebe das Öl verlor haben wir auch gefunden. Die Erste beim Trennen der Kardanwelle und die Zweite nachdem wir das Getriebe vom Motor getrennt hatten. Vermutlich sind auf beiden Seiten die Simmerringe defekt, wir haben es nicht genauer untersucht.

Nach dem Wechsel vom Getriebe gab es noch ein paar Benzingespräche bei Pizza und Getränken und anschließend ging es ins Bett.

Die Rückreise

Am 02.07.2016 ging es gegen Mittag gemütlich nach Thüringen, da das Getriebe jetzt auch erstmal sauber eingefahren werden muss. In Thüringen war dann wieder eine Nachtruhe angesagt. Zum Sonntag wurde noch ein Geburtstagskind überrascht bevor es zurück nach Dresden ging.
Alles in Allem war es eine erfolgreiche Reise und nun hat die Lady auch wieder ihr eigenes Getriebe 🙂

Ein paar Eindrücke vom Cadillac Museum

Cadillac MuseumDieser Cadillac gefiel mir ausgesprochen gut und ich denke er wäre auch eine Bereicherung für die USCC.Cadillac Museum - Eldorado BiarritzWenn ich mal groß bin werde ich bestimmt auch so einen Eldorado Biarritz von 1959 fahren. Naja vielleicht wird es auch nur eine Ambulance im Ghostbusters Look. 😉

Meinen letzten Flyer für die US Car Convention habe ich natürlich im Museum gelassen und bin gespannt ob sich auch ein paar Leute von dort einfinden werden.Getriebewechsel - Werbung USCCDas ist übrigens die Bar im Diner am Museum 🙂

Neue Reifen für die Lady

ReifenNeue Reifen/Weißwandreifen

Auch die Schuhe einer Lady nutzen sich irgendwann ab. In diesem Falle war es allerdings nicht die Profiltiefe die den Ausschlag gab sondern das alter der Schuhe. Die Reifen meiner Lady hatten bereits mehr als 8 Jahre auf dem Buckel und man sah ihnen dieses Alter auch langsam an.

Somit kam es das ich mich auf die Suche nach neuen Reifen begeben habe.

Dresdner Reifen Zentrale – Löbtauerstraße

Ein guter Partner für die Suche nach neuen Reifen ist die Dresdner Reifen Zentrale, ich bin dabei in der Regel bei den Kollegen auf der Löbtauer Straße. Dort machte ich mich zusammen mit den Kollegen auf die Suche nach passenden Weißwandreifen der Dimension 235/70 R15.

Reifen - ReifenzentraleWie wir allerdings feststellen mussten werden im Frühjahr relativ viele Weißwandreifen dieser Dimension in Europa gekauft. Nach unseren Informationen habe ich wohl Glück gehabt und die letzten 4 Reifen dieser Dimension vom Hersteller American Classic in Europa erhalten. Stückpreis >350€ – Wer früher kommt sichert sich auch bessere Preise.

Die Kollegen auf der Löbtauerstraße kennen sich inzwischen auch mit meiner Lady und ein paar Ihrer Eigenarten aus, da wir bereits in 2015 gemeinsam andere Ventile gesucht und gefunden haben. Die Herausforderung dabei war es Ventile zu finden die in die Felge passen – das Ventilloch in den Felgen ist etwas größer als bei Standardfelgen die man so kauft – und dennoch lang genug sind um trotz Radkappen die Luft zu prüfen und ggf. aufzufüllen.

Daher von mir in diesem Fall eine klare Empfehlung, wer neue Reifen für seinen Oldtimer und oder Ami sucht sollte bei der DRZ vorbei schauen und mit den Kollegen vor Ort sprechen.

Wartung

Wie das bei KFZ aller Art so ist müssen diese hin und wieder auch mal in die Werkstatt. Auch meine Cadillac Dame bleibt davon nicht verschont, allerdings muss ich sagen für eine Lady ihres Alters – sie wurde dieses Jahr immerhin 56 Jahre – ist sie sehr gut in Schuss 🙂

Durch ein paar Freunde habe ich Anfang des Jahres Steffen das erste Mal getroffen. Später begegneten wir uns noch einmal zur Aktion Cars for Kids und zum Sommernachtsball auf Schloss Wackerbarth.

Wartung - Chef schraubt selbst

Hier schraubt der Chef noch selbst. Zum Glück ist er nicht rein gefallen, ich weiß nicht ob wir ihn dann wieder gefunden hätten 😉

Steffen ist der Eigentümer der PSH Meisterwerkstatt in Dresden und hat sich auf Fahrzeuge vom VAG-Konzern sowie amerikanische Hersteller spezialisiert.

Warum zur Wartung?

Zur Wartung bei PSH ging es hauptsächlich weil meine Lady ein kleines Problem mit Wasser hatte. Sie fährt auch gerne bei Regen und das Wasser kommt auch hauptsächlich nur an den Stellen rein an denen es auch vorgesehen ist. z.B. über das Verdeck in den Verdeckkasten. Nur von dort wollte das Wasser nicht wieder weg. Außerdem streut ein Störsignal in die Radioversorgung und macht sich unschön in den Boxen bemerkbar.

Wartung – Punkt 1 der Verdeckkasten ist dicht

Bei der Überprüfung des Verdeckkastens stellte sich heraus, dass dieser instand gesetzt wurde und diese Arbeiten auch professionell durchgeführt wurden, somit war der Verdeckkasten schön dicht. Der Haken an der Sache ist allerdings, dass der Hersteller vorgesehen hat, dass das Wasser welches an der Seite des Verdecks herunter läuft in den Verdeckkasten läuft und somit dort auch ein Ablauf vorhanden sein muss. Der Ablauf wurde während der Restauration leider vergessen. Also hieß es Bohrmaschine raus und im Verdeckkasten 2 Abläufe unterbringen. Problem gelöst, inzwischen konnte ich die Funktion auch schon erfolgreich testen 🙂

Wartung – Punkt 2 Störsignale im Radio

Die Störsignale im Radio sind eine harte Nuss, dafür musste Steffen ordentlich

suchen. Gefunden hat er die Ursache in jedem Fall, wie auf den Bildern zu erkennen ist kommen die Störsignale von der Zündanlage. Man kann quasi jeden Zylinder im Radio hören nicht nur draußen 😉

Wartung - Störsignalsuche 1

Im Radio sollte die Zyndanlage sich allerdings nicht bemerkbar machen, man stelle sich das bei mordernen Fahrzeugen vor – speziell mit der ganzen Elektronik drumherum. Ich habe es vor langer Zeit einmal erlebt wie das Konzert der Elektronik sich in einem modernen Fahrzeug anhört, ein absolut buntes gepiepe, gezwitscher, gepfeife und gebrumme weil eine Masseschleife mit der Soundanlage vorhanden war.

 

Wartung - Störsignalsuche 2

Alle Zündkabel angeschlossen

Wartung - Störsignalsuche 3

Zündkabel an ein paar Zylindern abgezogen

Meine Cadillac Lady hat zum Glück nicht so viel Elektronik daher war der Grundgedanke, dass das Problem ja recht einfach zu beheben sein sollte. Leider stellte sich diese Annahme als falsch heraus, nach mehr als 1,5h war keine Lösung in Sicht und auch die üblichen Maßnahmen zur Symptombekämpfung – Entstörspule und -kondensator, brachten keine Abhilfe.

 

Somit ist das Thema noch offen und ich nehme daher in den Kommentaren auch gerne Tipps und Ideen entgegen 🙂

Wartung – Punkt 3 Fahrwerk prüfen

Der letzte Punkt auf der Liste war das Fahrwerk zu überprüfen, da es doch manchmal ein paar seltsame Klänge von sich gibt – als wäre etwas lose. Gut das Fahrwerk wurde geprüft und es stellte sich heraus, dass sich tatsächlich an einem Querlenker eine Schraube gelöst hatte sowie an der Hinterachse eine Schraube abgerissen war.

Wartung - Schraube abgerissen

Da fehlt doch eine Schraube

Letztere führte in der Werkstatt zu Schweißausbrüchen, da 1959 noch mit massivem Stahl im Autobau gearbeitet wurde – jeder der schon einmal durch Stahl bohren musste kann sich vorstellen wie anstrengend das ist und wie schnell man einen Bohrer verbrauchen kann. In diesem Fall war es Glück, alles lief gut, der Bohrer, die Maschine und der Mechaniker haben überlebt. Es wurde eine neue Schraube eingesetzt und diese hält hoffentlich wieder die nächsten 50 Jahre 😉

 

Mein Fazit zum Werkstattbesuch

Auch wenn nicht alle Probleme gelöst werden konnten so bin ich doch mit dem Werkstattbesuch zufrieden. Es wurde ordentlich und zielgerichtet gearbeitet, die Kommunikation war in sehr gut und alle Arbeiten wurden zu moderaten Preisen ausgeführt. Ich kann die PSH Meisterwerkstatt daher guten Gewissens empfehlen. 🙂